LogoWeg des geringsten Widerstandes
← Zurück

9. September

Kein toter Land in dieser Zeit

Kein toter Land in dieser Zeit

Es ergibt sich ein Gespräch mit einem älteren Mann auf der Straße in der Umgebung von Liebenau, der plötzlich aus einem Haus auf uns zu kommt und etwas aufgeregt fragt: „Darf ich ein Foto von Ihnen machen?“ „Warum nicht!“, gebe ich zurück: „Vielleicht erinnern Sie sich dann an diese Begegnung“. Der ältere Herr schildert: „Wissen Sie, man muss ja immer fragen. Mein Sohn hat mal bei seinem Nachbarn sauber gemacht. Der war ein Messi, alles lag rum, der Garten total verwildert. Als der Nachbar dann mal nicht zuhause war, hat mein Sohn schnell auf seiner Gartenseite ein bisschen aufgeräumt. Das sah ja immer so schlimm aus da. Mein Sohn hat schon niemanden mehr zu sich eingeladen vor Scham. Naja, jedenfalls hat dann ein Freund des Nachbarn meinen Sohn fotografiert, wie der sauber gemacht hat. Dann gab es eine Anzeige bei der Polizei gegen meinen Sohn. Also man muss ja immer fragen. Darf ich denn jetzt ein Foto von Ihnen machen? Wissen Sie, ich bin ja einer von nur noch 8 Männern, die noch am Leben sind, die anderen sind entweder schon gestorben oder liegen im Krankenhaus. Wir waren mal 15, alle hier aus dem Dorf. Wissen Sie, ich bin ja auch nicht von hier. Aber man hat mich hier aufgenommen, als wäre ich von hier. Vor 10 Jahren bin ich hierher gekommen. Alle Männer hier haben mich als ihren Freund aufgenommen, aber jetzt sitzen wir alle hier in der Küche und bald ist ja Wahl. Wissen Sie, als die Merkel angefangen hat, war es doch noch viel schlimmer. Die Baerbock sieht ja wenigstens einigermaßen aus (lacht). Ich mache mal schnell ein Foto von Ihnen mit dem Schild. Von welcher Partei sind Sie denn eigentlich? Meine Freunde drinnen freuen sich ja sehr über ein Foto von Ihnen mit dem Schild. Wissen Sie, ich habe ja per Briefwahl gewählt. So, jetzt … fertig. Danke. Auf Wiedersehen.“